Dieter Vogel

 Dipl.-Ing. (FH), Beratender Ingenieur

 Master of Engineering  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Philosphie

 

 

Fassaden sind der Spiegel des Zeitgeistes. Seit Jahrhunderten demonstrieren sie Macht und Wohlstand des Besitzers. Sie sind ein Zeichen des technischen Fortschrittes einer Gesellschaft, aber auch Blend- und Zierwerk. Ohne diese äußeren Merkmale sind Fassaden jedoch vor allem eine Schutzhülle. Ein Schutz von den Unbilden der Natur, Schutz vor Schnee, Regen, Wind und Sonne, Schutz vor anderen Lebewesen und letztlich Schutz der eigenen Privatsphäre. Sie sollen aber auch zeigen, was wir sind oder können. Sie sollen einladen und abweisen. Jede Kultur hat dabei einen anderen Ausdruck, die in ihrer Sprache jeweils eigenständig ist.

So sind unsere Fassaden ein Spiegel unserer Zeit und unserer selbst. Bei einer Reise durch die Geschichte erfahren wir, dass die Gebäudehülle sich landestypisch verändert. Lediglich die moderne Welt wird immer globaler und immer ähnlicher. Hier geht auch ein Stück Eigenständigkeit verloren. Dieses zu bewahren und die Arbeit und die Ideen unserer Vorfahren zu respektieren ist ein wesentliches Stück gelebter Baukultur. Wir dürfen dabei auch die Umsetzung des Vorhandenen hinterfragen, aber sollten immer die Entscheidung fällen, ob das Bewahren und Verharren einen Stillstand bedeutet oder das Neue eine tatsächliche Verbesserung ist.